Zur Häkelzubehör-Grundausstattung für Amigurumi gehören nur wenige Dinge: zwei bis drei Häkelnadeln in kleinen Stärken, Maschenmarkierer, eine Stopfnadel mit stumpfer Spitze, eine kleine Schere, Stecknadeln mit Kopf und Füllwatte. Dazu kommen Garn und, je nach Figur, Sicherheitsaugen oder Stickgarn. Vieles andere ist praktisch, aber nicht nötig.
Die Grundausstattung auf einen Blick
| Zubehör | Wofür | Ersatz aus dem Haushalt |
|---|---|---|
| Häkelnadeln (etwa 2,5 / 3 / 3,5 mm) | Häkeln der Teile | – |
| Maschenmarkierer | Rundenanfang markieren | Garnstück in Kontrastfarbe, Büroklammer |
| Stopfnadel mit stumpfer Spitze | Annähen, Fäden vernähen, Schließen | – |
| Kleine Schere | Fäden abschneiden | jede scharfe Schere |
| Stecknadeln mit Kopf | Teile vor dem Annähen fixieren | – |
| Füllwatte | Stopfen | – |
| Stopfhilfe | Füllung in kleine Teile schieben | Essstäbchen, Rückseite eines Pinsels |
| Maßband | Größe prüfen | Lineal |
Häkelnadeln
Für Amigurumi brauchst du keine ganze Nadelsammlung. Weil Kuscheltiere mit einer kleineren Nadel gehäkelt werden, als die Banderole empfiehlt, liegen die meisten Anleitungen im Bereich von etwa 2 bis 4 mm. Zwei oder drei Größen in diesem Bereich reichen für den Anfang. Weitere Stärken kaufst du dazu, wenn eine Anleitung sie verlangt.
Häkelnadeln im mittleren Bereich sind häufig aus Aluminium: leicht, glatt, preiswert. Wenn du viele Runden am Stück häkelst, lohnt sich ein Modell mit dickem Griff aus Kunststoff oder Silikon. Es verteilt den Druck in der Hand und entlastet die Finger. Welche Millimeter welcher US-Größe entsprechen, steht in unserer Häkelnadel-Größen-Tabelle.
Maschenmarkierer
Amigurumi werden meist in Spiralrunden gehäkelt, ohne sichtbaren Übergang. Ohne Markierung verlierst du schnell den Überblick, wo eine Runde beginnt. Ein Maschenmarkierer wird in die erste Masche einer Runde gehängt und in jeder neuen Runde nach oben versetzt.
Praktisch sind Markierer, die sich öffnen lassen, etwa in Form einer kleinen Sicherheitsnadel oder eines Clips. Geschlossene Ringe eignen sich dagegen eher zum Stricken. Ein Stück Garn in Kontrastfarbe, das du durch die erste Masche legst und mithäkelst, funktioniert ebenfalls. Es hat den Vorteil, dass du die Runden später noch nachzählen kannst.
Stopfnadel
Eine Stopf- oder Wollnadel hat ein großes Öhr und eine stumpfe Spitze. Damit nähst du Teile an, schließt Öffnungen und vernähst Fäden, ohne das Garn zu spalten. Eine leicht gebogene Spitze erleichtert es, an runden Teilen entlangzunähen. Achte darauf, dass dein Garn bequem durch das Öhr passt. Für gestickte Augen und Nasen mit dünnem Stickgarn kann zusätzlich eine feinere Sticknadel nützlich sein.
Schere, Stecknadeln, Maßband
Eine kleine, spitze Schere schneidet Fäden nah am Gestrick ab. Stecknadeln mit großem Kopf halten Ohren, Arme und Beine an der richtigen Stelle, bevor du sie annähst. Kleine Köpfe rutschen leicht ins Gestrick und gehen verloren; zähle deshalb vor und nach dem Annähen nach, besonders wenn Kinder in der Nähe sind. Mit dem Maßband prüfst du, ob deine Figur ungefähr die Größe aus der Anleitung erreicht.
Füllwatte und Stopfhilfe
Zum Stopfen eignet sich Polyester-Füllwatte. Du zupfst sie in kleine Flocken und füllst sie nach und nach ein, damit keine Klumpen entstehen. Für schmale Teile wie Beine oder Schwänze hilft eine Stopfhilfe. Dafür braucht es kein Spezialwerkzeug: Ein Essstäbchen oder das hintere Ende eines Pinsels funktioniert genauso.
Augen, Nasen und Gesichter
Je nach Anleitung brauchst du Sicherheitsaugen in passender Größe oder Stickgarn, um Augen und Nasen aufzusticken. Sicherheitsaugen bestehen aus einem Auge mit Stift und einer Scheibe, die von innen aufgeschoben wird. Für Kuscheltiere, die Babys oder Kleinkinder unter drei Jahren bekommen, stickst du die Augen besser auf, damit keine Kleinteile im Spielzeug stecken.
Was am Anfang verzichtbar ist
Im Handel gibt es viel Zubehör, das hübsch aussieht, für den Anfang aber verzichtbar ist:
- Reihenzähler: Bei Amigurumi zählst du Runden ohnehin über die Anleitung. Ein Stift zum Abhaken auf dem Ausdruck reicht.
- Nadelsets in allen Größen: Du nutzt anfangs nur wenige Stärken.
- Garnhalter und Wollschalen: Praktisch, wenn das Knäuel ständig wegrollt; eine Schüssel tut es auch.
- Spezielle Stopfwerkzeuge: Ein Essstäbchen leistet dieselbe Arbeit.
Licht und Arbeitsplatz
Ein unterschätzter Teil der Ausstattung ist gutes Licht. Amigurumi werden mit kleinen Nadeln und dichten Maschen gehäkelt; bei schwachem Licht sind Rundenanfang und Maschenglieder schwer zu erkennen, besonders bei dunklem Garn. Eine helle Lampe mit neutralem Licht, die von der Seite auf deine Arbeit scheint, macht das Zählen deutlich leichter.
Setz dich so, dass deine Unterarme aufliegen können, etwa auf einem Kissen oder der Armlehne. Wer stundenlang mit hochgezogenen Schultern häkelt, spürt das in Nacken und Händen. Kurze Pausen, in denen du die Finger lockerst, gehören genauso zur Ausstattung wie die Nadel.
Zubehör für das Annähen
Beim Zusammensetzen einer Figur helfen neben Stecknadeln auch kleine Klammern, wie sie beim Nähen verwendet werden. Sie halten flache Teile wie Ohren fest, ohne das Gestrick zu durchstechen. Ein Stück Kreide oder ein wasserlöslicher Stift kann die Position von Augen und Armen vormerken; teste ihn vorher an einer Probe, damit keine Spuren bleiben.
Alles beisammen halten
Eine kleine Dose oder Tasche für Markierer, Nadeln und Augen spart viel Sucherei. Stopfnadeln und Stecknadeln verschwinden gern im Sofa; ein Nadelkissen oder ein Magnetschälchen hilft. Lege dir außerdem eine Mappe oder Klarsichthülle für ausgedruckte Anleitungen an, damit du Notizen und abgehakte Runden aufbewahren kannst.
Zubehör pflegen
Häkelnadeln aus Aluminium wischst du gelegentlich mit einem trockenen Tuch ab, damit das Garn gleichmäßig gleitet. Eine verbogene oder an der Spitze beschädigte Nadel kann das Garn aufrauen; tausche sie aus. Stumpf gewordene Scheren schneiden Fäden unsauber, sodass die Enden ausfransen und sich schlechter vernähen lassen. Füllwatte lagerst du trocken und verschlossen, damit sie keinen Staub aufnimmt.
Die erste Einkaufsliste
- Glattes Baumwollgarn in einer hellen Farbe
- Häkelnadeln in zwei bis drei kleinen Stärken passend zum Garn
- Ein paar Maschenmarkierer
- Stopfnadel mit stumpfer Spitze
- Kleine Schere und Stecknadeln mit großem Kopf
- Eine Packung Polyester-Füllwatte
- Sicherheitsaugen oder schwarzes Stickgarn
Mehr brauchst du nicht, um mit deinem ersten Projekt zu beginnen. Wie du danach Schritt für Schritt vorgehst, erklärt unser Beitrag Amigurumi häkeln für Anfänger.








